Dienstag, 20. September 2011

ein 5:1 ohne zungenschnalzer

in den letzten beiden bundesliga-partien zeigte rapid zwei gesichter. im ersten der beiden heimspiele, die innerhalb einer woche in hütteldorf stattfanden, gegen den sv mattersburg bot rapid eine miserable leistung. das gab sogar coach schöttel nach der partie offen und ehrlich zu.

die mannschaft war total verunsichert, im spielaufbau passierten haarsträubende fehler, im mittelfeld folgte ein fehlpass dem nächsten. innenverteidiger mario sonnleitner muss hier als negatives beispiel herhalten. nach einem fehler beim ball-stoppen, konnte er den ball gerade noch vor der outlinie retten, leitete jedoch mit seinem fehlpass einen angriff der burgenländer ein - schöttel erlöste sonnleitner noch vor der pause und brachte patocka.

nach vorne ging absolut nichts, alar war im linken mittelfeld eine verschwendung, salihi hatte gefühlte 2 ballkontakte und hofmann fand - wie schon im ganzen jahr 2011 - auch in diesem spiel nicht zu seiner form. praktisch wie aus dem nichts sagte trimmel nach einem schweren patzer von svm-goalie schartner danke und traf endlich zum lang ersehnten ersten tor für rapid seit einer halben ewigkeit.

doch die freude war nur von kurzer dauer - das ewige talent michael mörz glich aus und lies dem slowakischen rapid-goalie jan novota keine chance. novota feierte sein bundesliga-debüt nachdem payer während dem aufwärmen sehstörungen bekam und somit nicht spielen konnte.

rapid konnte wieder nicht gewinnen und musste sich mit einem 1:1 begnügen. bei den fans auf nord- und westtribüne folgte frust - sie forderten "vorstand raus!".

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eine woche später gegen das tabellenschlusslicht kapfenberg musste rapid gewinnen. doch die vorzeichen haben sich in dieser woche nicht gerade verbessert - thomas schrammel verletzte sich in einem internen testspiel schwer. kreuzbandriss, 6 monate pause.

rapid war von beginn an zwar besser, die unsicherheit war aber deutlich spürbar. nach 7 minuten gab es - für mich ehrlich gesagt völlig unverständlich - die ersten pfiffe. doch dadurch ließ sich die mannschaft nicht aus der fassung bringen, sie führte nach einer halben stunde nach toren von trimmel und einem eigentor von mavric mit 2:0. mavric sollte in der 2. hälfte noch eine wesentliche rolle spielen - er flog kurz nach der pause wegen einem foul vom platz. schiri krassnitzer sah mavric als letzten mann und bewertete das foul an gartler als torraub.

kurz vor der pause jedoch konnten die kapfenberger noch den anschlusstreffer erzielen. nach einem katastrophalen stellungsspiel von soma und einem groben patzer von novota (der diesmal spielte obwohl payer fit war) traf gucher mit einem weitschuss. in der folge zeigte sich rapid extrem nervös und ängstlich; kapfenberg hätte nach einem foul von novota einen elfmeter bekommen müssen.

so hingegen konnte rapid nach zwei schiedsrichter-fehlern gegen 10 kapfenberger mühelos das ergebnis auf 5:1 erhöhen (gartler per kopf; hofmann per elfer; salihi im abseits). ein hoher sieg, wobei das ergebnis nicht überbewertet werden darf. die leistung ist stark verbesserungswürdig; zunge schnalzen war nicht angesagt.

pikantes detail zum schluss: hofmann jubelte nach seinem elfer-tor vor der westtribüne erstmals nicht mit den fans sondern drehte ab um mit seinen mannschaftskollegen abzuklatschen. nach dem spiel ging die mannschaft ebenfalls erstmals nach einem sieg sofort in die kabine; drehte keine ehrenrunde um sich bei den fans zu verabschieden.

im cup wartet am morgigen mittwoch der niederösterreichische fußballklub aus bad vöslau.

bilder:



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